Einspeisevergütung 2026: Jetzt noch 20 Jahre Förderung sichern
Einspeisevergütung 2026: Jetzt noch 20 Jahre Förderung sichern
Wer Solarstrom erzeugt und ins Netz einspeist, bekommt dafür Geld vom Staat – garantiert für 20 Jahre. Doch diese Förderung steht vor dem Aus. Das Bundeswirtschaftsministerium plant, die feste Einspeisevergütung ab 2027 für neue Anlagen bis 25 kWp abzuschaffen. Wer jetzt handelt, sichert sich die Vergütung noch langfristig.
Aktuelle Vergütungssätze (Februar bis Juli 2026)
Für neue Photovoltaikanlagen bis 10 kWp gelten aktuell:
- Teileinspeisung (Eigenverbrauch + Überschuss): 7,78 Cent/kWh
- Volleinspeisung: 12,35 Cent/kWh
Für Anlagen zwischen 10 und 40 kWp liegt die Vergütung etwas niedriger. Ab August 2026 sinken die Sätze erneut um ein Prozent – die halbjährliche Degression ist gesetzlich festgeschrieben.
Die Vergütungssätze basieren auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023, §§ 48, 49). Quelle: Bundesnetzagentur.
Eigenverbrauch oder Volleinspeisung?
Bei einem Haushaltsstrompreis von 35 Cent/kWh lohnt sich der Eigenverbrauch deutlich mehr als die Einspeisung. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dir 35 Cent, während die Einspeisung nur knapp 8 Cent bringt.
Die kluge Kombination: Möglichst viel Strom selbst nutzen und den Rest einspeisen. Ein Batteriespeicher erhöht deinen Eigenverbrauch von circa 30 auf 60 bis 80 Prozent.
Was ändert sich ab 2027?
Laut einem Arbeitsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für eine EEG-Reform soll die feste Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen (bis 25 kWp) ab Januar 2027 entfallen. Stattdessen soll es zwei Optionen geben:
- Nulleinspeisung: Der gesamte Strom wird selbst verbraucht, nichts geht ins Netz
- Direktvermarktung: Überschüssiger Strom wird an der Börse verkauft – die Erlöse schwanken dann mit dem Strompreis
Wichtig: Bestehende Anlagen behalten ihren Vergütungsanspruch. Wer bis Ende 2026 eine PV-Anlage in Betrieb nimmt, bekommt die Vergütung 20 Jahre lang garantiert.
Quelle: Finanztip, Stand März 2026.
Neue Regeln seit 2025
Einige Änderungen gelten bereits:
- Negative Strompreise: Wenn an sonnigen Tagen zu viel Strom im Netz ist und der Börsenstrompreis negativ wird, gibt es keine Vergütung. Diese Stunden werden aber an die 20-Jahres-Frist angehängt.
- 60-Prozent-Begrenzung: Neue Anlagen ohne Smart Meter dürfen nur 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen.
- Steuerfreiheit bleibt: Einnahmen aus privaten PV-Anlagen bis 30 kWp sind weiterhin einkommenssteuerfrei. Auch die 0-Prozent-Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Speicher gilt mindestens bis Ende 2026.
Fazit: 2026 ist das letzte Jahr mit Garantie
Wer eine Solaranlage plant, sollte die Inbetriebnahme nicht auf 2027 verschieben. Die garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre ist ein echter Wert – gerade in Zeiten schwankender Strompreise.
Berechne mit unserem Autarkie-Rechner, wie viel Strom du selbst verbrauchst und was du durch Einspeisung verdienen kannst. Und vergleiche aktuelle Stromtarife, um zu sehen, wie viel du mit Eigenverbrauch sparst.